Verstopfte Abflüsse sind lästig und können zu erheblichen Problemen führen. Doch mit den richtigen Vorsorgemaßnahmen lassen sich die meisten Verstopfungen vermeiden. Hier erfahren Eschborner Hausbesitzer, wie sie ihre Abflüsse langfristig frei halten.

Die häufigsten Ursachen für Verstopfungen
Um Verstopfungen vorzubeugen, muss man zunächst verstehen, wie sie entstehen. In Küchen sind Fette und Speisereste die Hauptverursacher. Fett ist bei warmen Temperaturen flüssig, erstarrt aber in den kühlen Rohren und bildet Ablagerungen. Diese fangen weitere Partikel ein und wachsen allmählich zu massiven Blockaden.
In Badezimmern sind Haare, Seifenreste und Zahnpasta die Übeltäter. Haare verbinden sich mit Seifenresten zu filzartigen Klumpen, die sich in den Rohren festsetzen. Auch Hygieneartikel wie Wattestäbchen, Wattepads oder Zahnseide gehören nicht in den Abfluss, verstopfen ihn aber häufig.
Toiletten werden oft als Müllentsorgung missbraucht. Feuchttücher, selbst solche, die als spülbar beworben werden, lösen sich nicht ausreichend auf und können Verstopfungen verursachen. Auch Katzenstreu, Essensreste oder gar Textilien haben in der Toilette nichts zu suchen.
Praktische Vorbeugemaßnahmen für die Küche
In der Küche sollten Sie grundsätzlich keine Speisereste in den Abfluss geben. Kratzen Sie Teller vor dem Spülen in den Müll ab. Verwenden Sie einen Fettabscheider oder sammeln Sie Speiseöl und Bratfett in einem separaten Behälter zur Entsorgung im Restmüll.
Installieren Sie ein Sieb im Spülbecken. Diese einfachen und günstigen Helfer fangen Essensreste und andere Partikel auf, bevor sie in den Abfluss gelangen. Leeren Sie das Sieb regelmäßig aus.
Spülen Sie regelmäßig mit heißem Wasser nach. Einmal pro Woche einen Liter kochendes Wasser in den Abfluss zu gießen, kann helfen, Fettablagerungen zu lösen, bevor sie zu Verstopfungen führen. Bei Rohren aus PVC sollten Sie vorsichtig sein und kein kochendes Wasser verwenden, da dies das Material beschädigen kann.
Eine natürliche Reinigungsmethode ist die Kombination aus Backpulver und Essig. Geben Sie monatlich eine halbe Tasse Backpulver in den Abfluss, gefolgt von einer Tasse Essig. Lassen Sie die Mischung 30 Minuten einwirken und spülen Sie mit heißem Wasser nach. Dies hält die Rohre sauber und beseitigt unangenehme Gerüche.
Badezimmer-Abflüsse schützen
Im Badezimmer sind Haarsiebe unverzichtbar. Diese kleinen Einsätze für Duschen und Badewannen fangen Haare auf, bevor sie in den Abfluss gelangen. Moderne Modelle sind dezent und kaum sichtbar, leisten aber wertvolle Dienste. Reinigen Sie die Siebe nach jeder Dusche.
Bürsten Sie Haare vor dem Duschen oder Baden aus, um die Menge an Haaren im Abfluss zu minimieren. Entsorgen Sie die aufgefangenen Haare im Müll, nicht in der Toilette.
Achten Sie bei der Wahl von Duschgels und Shampoos auf die Inhaltsstoffe. Produkte mit hohem Öl- oder Fettanteil können Ablagerungen in den Rohren fördern. Seifen sollten vollständig ausgespült werden.
Entsorgen Sie keine Hygieneartikel über Waschbecken oder Toilette. Wattestäbchen, Zahnseide, Binden und Tampons gehören in den Mülleimer. Selbst Produkte, die als biologisch abbaubar beworben werden, brauchen Zeit zum Zersetzen und können Verstopfungen verursachen.
Richtige Toilettennutzung
Die Toilette ist kein Mülleimer. Entsorgen Sie ausschließlich menschliche Ausscheidungen und Toilettenpapier. Alles andere kann zu Problemen führen. Feuchttücher, auch solche mit der Aufschrift „spülbar”, sollten im Müll landen. Sie zersetzen sich deutlich langsamer als Toilettenpapier und verursachen häufig Verstopfungen.
Verwenden Sie nicht übermäßig viel Toilettenpapier auf einmal. Bei Bedarf lieber zweimal spülen, als eine Verstopfung zu riskieren. Besonders ältere Toiletten mit geringerer Spülkraft sind anfällig für Überlastung.
Professionelle Wartung
Auch bei bester Vorsorge empfiehlt sich eine regelmäßige professionelle Wartung. Eine Kanalreinigung Eschborn alle ein bis zwei Jahre entfernt Ablagerungen, die sich trotz aller Vorsicht bilden. Diese präventive Maßnahme ist deutlich günstiger als die Behebung einer akuten Verstopfung.
Bei älteren Häusern oder wenn Sie Bäume in der Nähe Ihrer Abwasserleitungen haben, sollten Sie eine jährliche Inspektion in Betracht ziehen. Wurzeleinwuchs lässt sich nur durch professionelle Wartung frühzeitig erkennen und behandeln.
Sofortmaßnahmen bei ersten Anzeichen
Wenn Sie bemerken, dass Wasser langsamer abläuft, handeln Sie sofort. Eine Saugglocke kann bei leichten Verstopfungen helfen. Regelmäßige Spülungen mit heißem Wasser können beginnende Fettablagerungen lösen.
Vermeiden Sie chemische Rohrreiniger. Diese schaden der Umwelt und können Ihre Rohre angreifen. Natürliche Methoden oder professionelle Hilfe sind die besseren Alternativen.